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    “Ich bin getriggert”

    “Ich bin getriggert” – wie oft hören wir diesen Satz, ob er nun wahr ist oder nicht? Aber ehrlich gesagt gibt es ein paar Dinge, die die meisten Frauen beim Boudoir-Shooting triggert.

    Zum einen ist es das Nacktsein vor einem Fremden. Wie zur Hölle soll man den Mut aufbringen, sich vor jemandem, den man noch nie zuvor gesehen hat, bis auf die Unterwäsche auszuziehen?

    Was ist damit, dass meine Nacktbilder für die ganze Welt zu sehen sind?

    Und was werden die Leute sagen, wenn ich ein Boudoir-Shooting machen?

    Ihr solltet sich nicht so fühlen. Euer Körper sollte positive Gefühle von Schönheit und Liebe in Euch auslösen. Er ist ein Wunderwerk, das gesehen und bewundert werden sollte. Lasst Euch nicht von absurden Anforderungen, Selbsthass und Angst leiten oder lähmen.

    Wir sind hier, um die Norm zu ändern. Vorbei sind die Zeiten, in denen Dinge wie die oben genannten Menschen auf der ganzen Welt “auslösen”.
    Alles, was es braucht, ist EIN mutiger Schritt, um Eure Erfahrungen mit anderen zu teilen. Man kann nie wissen, ob Eure Geschichte der Grund dafür ist, dass ein anderer wunderbarer Mensch den Sprung in den Glauben an sich selbst wagt!

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    Zeitgemäß

    Selbst meine Partnerin stellt mir immer wieder diese Frage:

    Warum eigentlich nackt?

    Wie passen Aktfotografie und Empowering zusammen? Wie geht eine selbstbewusste Generation mit einem Frauenbild um, dass sich nackt ablichten lässt?

    Ist das ein Bild, welches heute durch #metoo überholt sein sollte?

    Ich finde, weibliche Models und Fotografinnen rocken die Fotografie. Versteht mich bitte nicht falsch, auch Männer sind ganz hervorragende Models, aber wenn es darum geht Emotionen zu zeigen und Gefühle oder Schwächen preiszugeben und sei es nur für die Kamera, sind Männer vielfach verhaltener.

    Mir geht es bei der Fotografie um Empowerment für Frauen. Auch wenn ich provokante Bilder mache versuche ich Frauen nicht herabzusetzen.

    Nacktheit ist feminin. Elegant. Und für die Religiösen…göttlich. Einfach wunderschön. 
    Wie könnte es herabsetzend oder erniedrigend sein, sich nackt zu zeigen?
    Setzt es einen Mann herab, wenn er Aktfotos macht? Die Frage allein klingt schon so absurd, dass sie niemand ernsthaft stellt. Frauen wird es vor allem unterstellt.
    Ich möchte Nacktheit darstellen, weil sie in meinen Augen der ehrichste Blick auf einen Menschen ist. Ich liebe es, das Leben eines Menschen an seiner Haut ablesen zu können. Kinder, Liebe, Leid, Genuß… all das hinterlässt Spuren.
    Ich mag Menschen und ich bin neugierig auf das Leben das sie leben. Es interessiert mich viel mehr als eine Bluse von H&M…
    In meinen Augen ist Aktfotografie zeitgemäßer denn je. Als Gegenpol zu Sexualisierung mit Gewinnabsichten. Als unumstößlicher Beweis, dass Schönheit nichts mit dem Aussehen zu tun hat.